Die Welt verbessert - dank dem Engagement 23 Jugendlicher

Letzten Mittwoch um 10 Uhr ging es los. 23 Mädels und Jungs warteten im InfoSphere gespannt auf den Startschuss zum ersten dreitägigen "Informatik-Feriencamp für Weltverbesserer" mit Rund-um-Programm.

Los ging es dann erst einmal mit einen Kennenlernphase, denn die Jugendlichen der Klassenstufen 8 bis Q2 (Stufe 12) kamen aus ganz unterschiedlichen Ecken. Zwei Mädels nahmen sogar den langen Weg von Berlin auf sich, um dabei zu sein. Zwei andere Mädels reisten aus Brüssel an. Als alle sich und das 6-köpfige Betreuerteam ein wenig besser kennengelernt hatten, ging es darum auch den Arduino-Mikrocontroller, welcher die nächsten drei Tagen genutzt werden sollte um die Welt zu verbessern, näher kennen zu lernen. Auf die Entdeckungstour der Möglichkeiten, aber auch Grenzen dieses Mikrocontrollers begaben sich die Jugendlichen in Zweierteams mittels der Stationen "Sonnenblume", "Einparkhilfe", "Farbthermometer" und "Geschwindigkeitsmessung" (diese sind übrigens auch Bestandteil unseres eintägigen Moduls "Informatik Enlightened"). Nachdem die ersten Kabel gesteckt und Sensoren programmiert waren, ging es an die eigenen Projekte. Bevor es an die Umsetzung ging wurden aber erst einmal Skizzen gezeichnet, Ziele gesteckt und Pläne geschmiedet. Nach einem gemeinsamen Grillen und geschätzten 10.000 Runden Werwölfe (für die älteren Leser: Dies ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem ein Teil der Gruppe Werwölfe sind, die versuchen das Dorf nachts das Dorf auszulöschen ohne erwischt zu werden.) ging es dann zum Übernachten ins Aachener Hostel.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück gestärkt an die eigenen Projekte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauten, bastelten und programmierten ihre Ideen zur Verbesserung der Welt. Nikolas und Lisa beispielsweise entwickelten eine Jacke mit Blickern für Radfahrer. Mit zwei Druckknöpfen in den Ärmeln können Radfahrer ihren geplanten Abbiegevorgang anzeigen. So möchten die beiden in Zukunft Unfälle mit Radfahrern vermeiden. Ein anderes Team, bestehend aus Nele, Marlene und Christina, bauten ihre eigene Hausautomation. Die Idee bestand in einem Temperatursensor, der in eine Türklinke eingebaut wurde, um diese zu öffnen sobald ein Mensch (mit Körpertemperatur) dieses berührt. Diese Vorrichtung könnte später durch einen Fingerabdrucksensor erweitert werden, so dass auch wirklich nur die Personen eingelassen werden, denen das Haus gehört. Aber auch ein autonom fahrendes Fahrzeug, ein Lärmpegelmessgerät und eine Anzeige für Musiktexte bei laufender Musik waren dabei. Besonders kreativ war auch die Idee eines rollenden Tresors, welcher sich bei falscher Passworteingabe einfach aus dem Staub macht. Um nicht nur die Informatik sondern auch die Stadt Aachen sowie die RWTH zu entdecken, fand nachmittags bei strahlendem Sonnenschein eine Stadtrallye statt. Neben verschiedenen Fragen, hatten die Teams auch die Aufgabe einen Apfel und ein Ei höchstmöglich einzutauschen sowie ein kreatives Gruppenfoto zu schießen. Auch am Donnerstag endete der Tag wieder mit einem gemeinsamen Abendprogramm. Anschließend fielen dann alle doch (zumindest) etwas ausgepowert ins Bett.

Freitag ging es dann in den Endspurt. Die Projekte mussten fertig werden und auch noch die Abschlusspräsentation erstellt werden. Denn um 15 Uhr kamen Eltern, Geschwister und auch die lokale Presse zur großen Abschlusspräsentation. Die sechs Teams präsentierten ihre Projekte dem Publikum und erhielten, auch wenn nicht immer alles komplett fertig gestellt werden konnte, für ihre Ideen großen Applaus. Nachdem um 16 Uhr der Spuck vorbei war, schaute das gesamte InfoSphere-Team zufrieden auf anstrengende, spannende und sehr späßige drei Tage Feriencamp zurück (und schliefen sich erst einmal am Wochenende aus :-)).

Auf der Webseite der Aachener Zeitung ist sogar ein kleines Video über das Feriencamp zu entdecken und auf der Seite der Aachener Nachrichten ein Presseartikel dazu. Auch der Photonik Campus berichtet wieder über dieses Feriencamp, siehe hier.