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Bericht zum GoIT-Wettbewerb 2016

Quadcopter bauen kann fast jeder. Naja, einen guten Bausatz, die passende Anleitung, ein wenig handwerkliches Geschick und ausreichend Zeit vorausgesetzt. Hat man das alles beisammen, geht es im Nuh in die Lüfte! Doch was in diesem kleinen, unscheinbaren, schwarzen Kästchen drinsteckt, das mit zum Bausatz gehört und in dem alle Kabel der Drohne zusammenlaufen, ist vielen nicht bewusst.

Genau dieser Herausforderung stellten sich sechs Schüler der gymnasialen Oberstufe im Rahmen des diesjährigen GoIT-Wettbewerbs, welcher zum zweiten Mal von ANTalive und Regina ausgerichtet wurde, und befassten sich als Projektteam der Fachgruppe Informatik im Lehr- und Forschungsgebiet Informatik 9 / InfoSphere mit den vielen Facetten der Steuerelektronik und Flugphysik. Denn hier war das Prinzip mal umgekehrt: Kein Bausatz musste zusammengesteckt werden, das war bereits passiert, sondern eben jene kleine unauffällige Blackbox, die üblicherweise die Kontrolle innehat, die fehlte.

Aufgabe der Schüler war demnach mit Mikrocontrollerboards, genauer gesagt mit Arduinos, einer Handvoll Sensoren, viel Engagement und intensiver, strukturierter Recherche ein eigenes System zur Drohnensteuerung zu entwerfen. Nach einer Einführung in die Projektmanagement-Methode SCRUM begann die Arbeit in spezialisierten Teams: Die Funkverbindung für eine eigens hergestellte Fernbedienung musste ebenso selbst entwickelt werden wie die nicht ganz unkomplizierte Ansteuerung der Motoren sowie die Bestimmung der Lage im Raum mit spezieller Sensorik.

Am Ende der Woche waren alle Teile zusammengeführt, der Quadcopter reagierte, zur Sicherheit noch mit Stahlseilen fest mit dem Boden verbunden, auf alle Signale der Fernbedienung, machte mit seinen lauten Rotoren mächtig Eindruck und versuchte seine Lage eigenständig auszubalancieren.

„Bis zum Ende der Woche wäre er sicher stabil geflogen!“, so das Projektteam auf Nachfrage der Juroren und das sehen wir genauso. Anspruchsvolle Aufgaben erfordern manchmal einen Tick mehr Zeit als zur Verfügung steht. Schließlich hat es ja auch für einen soliden dritten Platz gereicht – aber beim GoIT-Wettbewerb gibt es nur Gewinner und der Spaß- und Lernfaktor war riesig!

Uns hat die Arbeit mit unseren Quadcopterexperten viel Spaß gemacht und wir sind sicher, dass ihr auch weiterhin so viel Begeisterung für die Informatik zeigen werdet!